Rennrad - WiegetrittRennrad - Wiegetritt Die schönsten Alpenpässe und Bergstraßen für Rennradler - Teil II

8. Großglockner-Hochalpenstraße

am GG


absolute HöheHöhendifferenz Stärkste SteigungLänge
2504 mBruck-Hochtor
1749 m
12 % 33 km

Die Großglockner-Hochalpenstraße ist wohl die bekannteste und begehrteste Alpenpass-Straße unter Autofahrern.
Aber auch unter Pässeradlern gilt sein Name viel. Ein engagierter Bergradler "muss" diese Straße beradelt haben.

Die Nordseite beginnt in Bruck, bei Kilometer 10 beginnt die Steigung auf 12 % anzuziehen und lässt auch nicht mehr nach, deshalb gilt der Großglockner auch als einer der härtesten Aufstiege der Alpen für Rennradler, zumal er in der unteren Hälfte wenig Kehren aufweist. Hat man den scheinbaren Gipfel beim Fuscher Törl (2428 m) erreicht, geht es erst 160 Höhenmeter abwärts, bevor der letzte Anstieg mit 250 hm zum Hochtor beginnt.
Die Straße ist gut und breit ausgebaut (daher lässt sich auch der meist starke und in den letzten Jahren sogar noch zunehmende Verkehr ertragen).
Schöne Blicke in die Hochgebirgslandschaft lassen die Strapazen der Auffahrt fast vergessen.
Vom Fuscher Törl führt eine Stichstraße mit bis zu 14 % Steigung über Kopfsteinpflaster (das die gefühlten Prozentwerte sogar noch höher erscheinen lassen) zur Edelweißspitze auf 2571 Metern und damit sogar noch etwas höher als der Passübergang beim Hochtor auf 2504 Metern Höhe. Diese Auffahrt sollte man unbedingt mitnehmen, denn der Rundumpanoramablick ist gewaltig.

Als Beginn der Südseite könnte man in Winklern nennen. Die eigentliche Großglockner-Hochalpenstraße aber beginnt erst kurz nach Heiligenblut.
Zwischen Heiligenblut und der Mautstation Süd (1720 m) gibt es einige Parkplätze, von denen aus man die Auffahrt beginnen kann.
Ein guter Startort ist auch Döllach (1013 m), denn von hier führt eine kleine aussichtsreiche Straße über Apriach (1446 m) bis zur ersten Kehre (1514 m) der Hochalpenstraße nach Heiligenblut.
Nun führt die gut ausgebaute Straße über weite Kehren in hochalpiner Landschaft hinauf zum Hochtor in 2504 Metern Höhe.
Von hier sollte man über die Fuscher Lake und das Fuscher Törl auch zur Edelweißspitze radeln.
Auf dem Rückweg bietet sich die Auffahrt von Guttal (1859 m) zur Franz-Josephs-Höhe (2369 m) an mit tollen Ausblicken auf den Pasterzengletscher und den Bergriesen Großglockner an.

PS: 4 mal schon habe ich die Großglockner-Hochalpenstraße beradelt. 2 mal eine Überquerung von Nord nach Süd und 2 mal die Südseite mit Edelweißspitze und Franz-Josephs-Höhe. Leider hat der Verkehr mit jeder Befahrung zugenommen.
Die 1. Überquerung unternahm ich mit 15 Jahren mit Gepäck, mit einem Stahl-Pseudo-Renner und der Übersetzung von 42/24. Es gab lange Schiebestrecken! Aber der Verkehr war recht gering!
Die 2. Überfahrung nahm ich mit einem Mountainbike und mit Zeltutensilien vor, diesmal schon durchfahrend. Bei beiden Befahrungen hatte ich leider noch keine Kamera dabei.
Die Südseitenbefahrungen untenahm ich dann endlich mit einem "richtigen" Rennrad (siehe Fotoseiten).

Fotos von der Südseite
Fotos von der Edelweißspitze
Fotos von der Franz-Josefs-Höhe
Beschreibung
Lage
Höhenprofil
GPS-Tracks




9. Vrsic-Pass

Alte Gotthardstraße


absolute HöheHöhendifferenz Stärkste SteigungLänge
1611 mBovec -Vrsicsattel
1128 m
14 % 33 km

Der Vrsic-Sattel weist die beeindruckenste Passstraße Sloweniens und eine des gesamten Alpenraums auf.
Kurz nach Bovec (483 m) biegt man via Vrsicpass ab. Im Socatal entlang des klaren Wildbachs geht es wellig aufwärts.
Hohe Berge, schroffe Felsungetüme, lieblicher Talgrund, rauschende Soca. Einsame, wilde Landschaft von eigentümlicher, herber Schönheit begleiten den Radler.
Ab Trenta (622 m) sind noch 13 Kilometer zu bewältigen, die Straße steigt mächtig an und in 24 aussichtsreichen Kehren wird die Passhöhe erklommen.
Phantastische Rundumsicht.
Die 27 Kehren der Nordseite sind kopfsteingepflastert, was die Wildheit der umgebenden großartigen Hochgebirgsszenerie noch verstärkt.
Ganz nah kommt man dabei den steil abfallenden Felswänden.
Die Abfahrt endet im bekannte Skiort Kranjska Gora.
Fotos
Höhenprofil
GPS-Tracks



10. Nufenen

absolute HöheHöhendifferenz Stärkste SteigungLänge
2478 mAiriolo-Nufenen
1303 m
10 % 24 km

Nufenenpasshöhe

Der Nufenen wird häufig als der höchste Schweizer Pass bezeichnet.
Für mich besitzt er die schönste Passhöhe der Schweiz mit tollen Rundblicken auf die umgebenden, meist noch verschneiten Berge.
Die Auffahrt ist auf der Nordseite von Ulrichen schöner, da sie kehrenreicher und damit abwechslungsreicher und leichter zu fahren ist.
Fotos
Lage
Beschreibung
Höhenprofil
GPS-Tracks



11. Zoncolan

absolute HöheHöhendifferenz Stärkste SteigungLänge
1750 mOvaro-Zoncolan
1190 m
22 % 13 km

zoncolan

Der Zoncolan ist nicht wegen seiner Schönheit in dieser Liste aufgeführt, sondern wegen seiner brutalen Steilheit.
Der Zoncolan ist einer der gefürchtetsten Pässe aller großen Rundfahrten und das zu recht.
Mit GPS gemessene Werte:
Westseite: Auf 9,6 Kilometern sind 1200 Höhenmeter zu überwinden, im steilsten Abschnitt auf 5 Kilometer 760 Höhenmeter.
Ostseite: Auf 13 Kilometern sind 1190 Höhenmeter zu bewältigen, die letzten 3 Kilometer weisen 400 Höhenmeter auf.
Die steilsten Abschnitte weisen auf beiden Seiten 19 % durchschnittliche Steigung auf 200 Metern auf, kurze Stiche übertreffen auf beiden Seiten 20 %.
In Sutrio beginnt der der gewaltige Anstieg auf den Monte Zoncolan über die Ostseite. Bis zum Ort Zoncolan steigt die gut ausgebaute Straße über 10 Kilometer mit moderaten 7 - 10 % an. Erst danach wird es richtig steil.
Teils über Skipisten und Almen zieht sich das nun sehr schmale Sträßlein hinauf zur Sella Monte Zoncolan.
Die Westseite von Ovaro aus ist das steilste, was ich an Passstraßen je gesehen habe. Fortwährend folgt eine steile Rampe der anderen, getrennt nur durch enge Kehren.
Fotos
Höhenprofil
GPS-Tracks


12. Col du Petit St. Bernard - Westseite

Col du Petit St. Bernard

absolute HöheHöhendifferenz Stärkste SteigungLänge
2188 mSéez - Col du Petit St. Bernard
1200 m
6 % 28 km

Der Anstieg auf den Col du Petit St. Bernard zieht sich über 28 Kilometer und 1200 Höhenmeter.
Aber ihn auf der französischen Seite von Séez aus zu beradeln, macht einfach nur Spaß.
Anfangs führt die meisterlich angelegte und breite Straße über viele Kehren durch lichten Wald, der immer interessante Aus- und Tiefblicke zulässt.
Die Höchststeigung beträgt nur 6 %, meist pendelt sie sogar nur zwischen 4 und 5 %.
Oberhalb der Waldgrenze weist die Strecke weniger Kehren auf, dafür wird das Panorama grandios und lässt bis auf die Viertausender des Mont-Blanc-Massivs blicken.
Weit unten die "Spielzeughäuser" von Séez.
Fotos
Lage
Höhenprofil
GPS-Tracks



13. Klausenpass

Klausenpass

absolute HöheHöhendifferenz Stärkste SteigungLänge
1948 mLinthal-Klausen
1276 m
10 % 21 km

 
Der Klausenpass ist für mich einer der schönsten Pässe der Alpen.
Die Auffahrt ist beiderseits lohnend, aber die Nordseite ist abwechslungsreicher.
Von Linthal geht es in vielen schönen Kehren bis ins Urnertal, das als schönstes Hochtal der Schweiz gilt, hier hat man etwas Zeit zu verschnaufen, ehe der Schlussanstieg in herrlichster hochalpiner Landschaft beginnt.
Fotos
Lage
Höhenprofil
GPS-Tracks



14. Timmelsjoch

kurz vor der Passhöhe

absolute HöheHöhendifferenz Stärkste SteigungLänge
2509 mN-Seite v. Inntal
1800 m
11 % 24 km

 
Das Timmelsjochs gehört mit zu den beeindruckendsten Passbefahrungen für Rennradler.
Ab Sölden zieht die Straße mit 9 % teils in Lawinengalerien in das Hochtal von Obergurgl. Über einige Kehren wird der Wintersportort Hochgurgl erreicht und kurz danach die Mautstelle der Timmelsjochstraße. Hier hat man eine phantastische Aussicht in das Ötztal und in den Talschluss gegen Obergurgl.
Eine Zwischenabfahrt von knapp 100 Höhenmetern führt ins Timmelstal und nun wird es richtig hart. In einem öden Hochtal mit wenig Kehren sind bei Steigungsprozenten von mehr als 10 % noch knapp 500 Höhenmeter zu bewältigen, ehe man das Timmelsjoch über mehrere Serpentinen erreicht.
Die Trassenführung auf der Südseite ab Schönau gehört zu den spektakulärsten Abschnitten der Alpen. Über mehrere Kehren und einige unbeleuchtete Tunnels und ist die Straße in einen vegetationslosen, steilen Fels- und Geröllhang gelegt. Ein radlerischer Hochgenuss.
Man kann auch den kurzen Abstecher nach Obergurgl mitnehmen und befindet sich dann im höchstgelegenen Bergdorf Tirols und hat eine prächtige Aussicht auf die von den Höhen herabziehenden Gletscher.
Fotos
Beschreibung
Höhenprofil
GPS-Tracks



15. Rifugio Auronzo (Drei Zinnen)

absolute HöheHöhendifferenz Stärkste SteigungLänge
2330mMisurina-R. Auronzo.
610 m
16 % 6,5 km

Auronzo Die Auffahrt vom Misurinasee (1756 m) ist ein absolutes Highlight durch eine wilde Berg- und Felsenlandschaft.
Die Auronzohütte am Fuße der Drei Zinnen gelegen ist eine legendäre Giro-Bergankunft und die Auffahrt vom Misurinasee (1756 m) ist ein absolutes Highlight durch eine wilde Berg- und Felsenlandschaft. Sie fordert allerdings mit 14 - 16 % über 6 km kräftige Beine und gute Kondition, belohnt aber mit atemberaubenden Blicken auf die Dolomitenszenerie. Nach dem ersten 16-%-Anstieg erfolgt beim Lago Antorno ein etwas längeres Flachstück und eine kleine Zwischenabfahrt, auf der man sich etwas erholen kann, bevor es wieder in die steilen Anstiege durch die bizarre Felslandschaft geht. Beginnt man die Auffahrt in Auronzo-Ort (863 m) hat man knapp 1500 Höhenmeter zu überwinden. Auch von Toblach (1209 m) ist die Auffahrt empfehlenswert.
Fotos
Lage
Höhenprofil
GPS-Tracks